Grauer Winter? Schnee von gestern!

Die weiße Pracht des Winters bedeckt nun bald die Häuser, Bäume und Straßen.  Nutzen Sie diese einzigartige Wetterstimmung für Ihre Fotos, da der Winter so viel mehr bietet als eisige und  nasse Kälte. Mit wenigen Tipps lassen sich die schönsten Landschaften, witzige Schneegestöber sowie leuchtende Detailaufnahmen einfangen. Machen Sie sich auf die Suche. Egal ob an einem sonnigen oder gar grauen Tag – Sie finden sie sicher direkt vor Ihrer Haustür.

Lacht die Sonne, entstehen starke Kontraste. Das helle Licht wird vom weißen Schnee reflektiert und irritiert die Kamera. Zudem bilden sich in dieser Helligkeit tiefere Schatten aus. Mit der richtigen Kameraeinstellung können Sie sich diese winterliche Bildtiefe allerdings zum Vorteil machen.
Versuchen Sie  um +1 oder +2 über zu belichten, falls der Schnee im Bild dominiert. Hinzukommend sollten Sie bei Digitalkameras, um den Weißabgleich zu korrigieren, die Einstellungen  „Tageslicht“ oder „Bewölkt“ ausprobieren, damit der Schnee auch wirklich weiß wird und nicht bläulich erscheint.

Versteckt sich die Sonne an trüben Wintertagen, kann ein Bild schnell trist wirken.
Finden Sie in diesem Fall einen Farbtupfer in der grauen Masse, können Sie den vom Nebel umgebenen Hintergrund sogar als Gestaltungsmittel einsetzen. Solche farbigen Akzente können die letzten Früchte an einem Strauch oder auch ein von Frost umschlossenes Blatt im Vordergrund sein.

Auch die unangenehme Dunkelheit des Winters kann eine Bereicherung für Ihre Stimmung und Bilder sein. Denn keine Jahreszeit leuchtet so üppig und prachtvoll wie der Winter. Riesige Tannenbäume mit warm leuchtenden Lichterketten und glänzende Kugeln. Außerdem in Szene gesetzte Stände soweit das Auge und die Kamera reichen. Achten Sie beim Festhalten dieser Eindrücke auf den Bewegungsstabilisator Ihrer Kamera. Grund dafür: Die ISO-Werte müssen der Umgebung angepasst werden und dürfen, um Bildrauschen zu vermeiden, nicht zu hoch sein. Niedrigere ISO-Werte benötigen allerdings mehr Stabilität, wobei ein Stativ auf einem gemütlichen Weihnachtsmarktbesuch sicher störend wäre. Viele Kameras beinhalten einen Nachtporträt-Modus, welcher sich hervorragend für Personen vor leuchtenden Objekten oder angestrahlten Weihnachtskugeln eignet. Des Weiteren gilt auch auf dem Weihnachtsmarkt: Weißabgleich beachten. Probieren Sie dazu wie bei den Tagesaufnahmen verschiedene Einstellungen aus.

Ebenfalls hilfreich:

  • Es ist immer von Vorteil, wenn Sie Ihre Bilder im TIF- oder RAW-Format abspeichern. So bleibt Ihnen stets die Möglichkeit einer genaueren Bildbearbeitung, falls die Voreinstellungen doch nicht das gewünschte Ergebnis zeigen.
  • Denken Sie an Ersatzakkus, die Sie aufgrund der Temperaturen lieber am Körper tragen. Umso mehr Spielraum schaffen Sie zum Ausprobieren Ihrer Einstellungen.
  • Wenn es Ihre Beweglichkeit nicht einschränkt, ist ein Stativ immer ein guter Begleiter.


Nun raus ins Wintergestöber – eindrucksvolle Kontraste und warme Lichter warten auf Sie!
PS: Winter- oder Weihnachtsmarktfotos wirken auch sehr stimmungsvoll auf Post- und Grußkarten für die Liebsten zum großen Fest.

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